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Digitalisierung Industrie, Produktionsprozesse, Optimierung, foresight, smart production, augmented reality

Customer Experience | Erstellt am 31 Jan 2017

Digitalisierung in der Industrie

Wir wollen unseren Kunden nicht einfach eine Lösung vor die Tür stellen, sondern mit ihnen gemeinsam die digitale Transformation im Unternehmen vorantreiben. Digitalisierung bedeutet nicht, dass die bisherigen Prozesse ident über einen Computer abgebildet werden, sondern meint die Möglichkeiten digitaler Hilfsmittel zu erkennen und dadurch einen Mehrwert im Unternehmen zu schaffen.

Probleme

Die Firma PM-CNC ist ein aufstrebendes Unternehmen aus der Steiermark, welches sich auf Maschinenbau und CNC-Fräsarbeiten konzentriert. Im Betrieb gab es bisher nur wenige digitale Hilfsmittel, sodass beispielsweise auch die Produktion auf Papier betrieben wurde, was immer wieder zu Verzögerungen bei Aufträgen führte.
Für den Produktionsleiter war es zudem schwer ersichtlich, wer gerade woran arbeitete und wie lange diese Tätigkeit noch dauern würde. Zwar funktionierte dieser Prozess lange sehr gut, weil die Arbeiter sehr selbständig und verantwortungsbewusst waren, allerdings steigerte sich die Unübersichtlichkeit mit dem Wachstum der Firma.
Der Geschäftsführer, Michael Pfandlbauer, wandte sich an uns und bat uns um Unterstützung. In mehreren Treffen, auch vor Ort, konnten wir Einblick in den Betrieb gewinnen. Uns war wichtig zu verstehen wie die Produktion abläuft, wer sich worum kümmert und wo digitale Hilfsmittel eine Unterstützung sein könnten. Sowohl dem Geschäftsführer als auch den Arbeitern war wichtig, das die Lösung sehr schlank und einfach ist. Aus diesem Grund schlossen wir vorhandene Systeme aus und definierten mit ihnen eine für sie maßgeschneiderte Produktionsplattform.

Lösung

In dem drei Monate andauernden Projekt, diskutierten wir in zweiwöchigen Abständen (sogenannte Sprints) mittels Videokonferenzen über die neuen Änderungen und Fortschritte und konnten durch diesen iterativen Prozess sehr früh auf Anregungen und Wünsche reagieren. Uns war es auch ein großes Anliegen, dass dabei sowohl ein Verantwortlicher des Unternehmens als auch ein Mitarbeiter aus der Produktion dabei war. Zudem stellten wir den aktuellen Stand des Projekts auf unserem Server zu Verfügung, damit auch die Arbeiter im Unternehmen immer wieder die Plattform testen konnten. Bedienbarkeit ist zwar für viele selbstverständlich, hat allerdings nicht in jedem Produkt einen starken Fokus. Uns war wichtig, den Mitarbeitern das Arbeiten zu vereinfachen, anstatt es unnötig komplexer zu machen.

Der dreifache Mehrwert

Nach einem Feedbackgespräch mit Michael Pfandlbauer in der vergangenen Woche haben wir die drei hilfreichsten Schritte und Erneuerungen identifiziert:

1. Zwei Klicks

Der Arbeiter in der Produktionshalle nützt die Software für zwei Aufgaben: Zur Übersicht über die aktuelle Lage und zum Abarbeiten der eigenen Aufgaben. Wir entwickelten die Ansicht für die Produktionshalle basierend auf genau diesen beiden Tätigkeiten. Ein Blick auf den großen Bildschirm in der Halle reicht aus, um zu erkennen, wie die Situation ist und womit in den nächsten Stunden bzw. Tagen zu rechnen ist. Im dafür vorgesehenen Terminal kann der Arbeiter mit nur zwei Klicks die nächste Aufgabe starten und die Zeitaufzeichnung aktivieren. Mit den Daten, die durch die Zeitschätzung und die tatsächliche Zeitaufzeichnung entstehen, versuchen wir den Geschäftsführer dabei zu unterstützen, die Produktion effizienter zu gestalten.

2. Intelligente Sortierung

Bei jeder Bestellung sind mehrere Schritte verschiedener Arbeiter notwendig, um zum Ergebnis zu kommen: Zuerst muss überprüft werden ob das Material vorhanden ist, danach wird das Material zugeschnitten und der Fräs- bzw. Drehvorgang kann gestartet werden. Am Ende muss es oft noch geschliffen und überprüft werden. Aus diesem Grund mussten wir die Übersicht so gestallten, dass die Aufgaben nicht nur nach zeitlicher Priorität gelistet sind, sondern dass auch für jeden Arbeiter zumindest eine anstehende Aufgabe dargestellt wird. Des Weiteren mussten sogenannte Blocker vermieden werden. Diese treten auf, wenn jemand aufgrund benötigter Ressourcen eines anderen Mitarbeiters seine Aufgabe nicht erledigen kann. Das Dashboard in der Produktionshalle aktualisiert sich immer wieder in Echtzeit, um auf die geänderten Bedürfnisse zu reagieren. So ermöglichen wir eine vorhersehbare und kontrollierte Produktion.

3. Analoge Hilfsmittel

Digitalisierung heißt nicht, dass ein Unternehmen seinen Mitarbeitern eine komplexe und schwer zu bedienende Software vorgibt. Ganz im Gegenteil, es heißt nur, dass durch digitale Hilfsmittel ein Mehrwert geschaffen wird. Dies kann ein einzelner Button in bestehenden Systemen oder ein ganz neues Produkt sein. Wir wussten, dass manche Arbeiter eventuell überfordert sein könnten, da sie eher selten mit digitalen Geräten in Berührung kommen. Aus diesem Grund ermöglichten wir, dass Arbeiter ihre Aufgabe auch ausdrucken können. Mit nur einem Klick werden alle Informationen in einem Dokument gesammelt und als PDF an einen Drucker gesendet. Wenn die Aufgabe erledigt ist, scannt der Arbeiter den QR-Code seines sogenannten Begleitzettels und schließt damit auch die automatisch ausgelöste Zeitaufzeichnung ab. Denn Digitalisierung heißt auch, Analoges mit Digitalem zu verschmelzen. Manchmal dauert der Prozess länger und manchmal geht es schneller.

Resultat

Bis heute wurden mehrere tausend Bestellungen mit unserer digitalen Lösung abgearbeitet. Durch den digitalen Prozess von der Bestellungsaufnahme bis zur Rechnungslegung konnte der Verwaltungsaufwand enorm reduziert werden. Es kam zu deutlich weniger Zeit- und Terminverzögerungen und auch die Mitarbeiter sehen eine deutliche Steigerung in der Übersichtlichkeit und Transparenz.

Michael Pfandlbauer

„Diese Softwarelösung hat nicht nur für mehr Übersicht und Klarheit im Unternehmen gesorgt, viel mehr unterstützt sie meine Arbeiter darin ihre Aufgaben problemlos und im geplanten Zeitrahmen zu erledigen. Vom ersten Tag an konnten sie loslegen – die Bedienung ist wirklich super einfach.
Außerdem nimmt mir die Software viel meiner Verwaltungsarbeit ab und ich kann mich auf die wesentlichen Dinge konzentrieren.“

Diese Lösung vertreiben wir mittlerweile auch als eigenes Produkt unter dem Namen foresight by craftworks – smart production.

Erstellt von: Michael Hettegger
Kooperationen, Digitalisierung, Chatbots

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